Hong Kong View

Asien Reisetagebuch 2026 – Teil 1: Zwischen Wolkenkratzern, Regen & ersten Wow-Momenten – Hong Kong


Ankunft in Hong Kong: Zwischen Effizienz und grauem Himmel

Nach einem insgesamt recht angenehmen Flug mit Zwischenstopp in Doha kam ich früher als geplant in Hong Kong an. Die Einreise verlief überraschend schnell und unkompliziert – ein echter Pluspunkt.

Was hingegen deutlich länger dauerte: mein Gepäck. Gefühlt war mein Rucksack das letzte Teil auf dem Band.

Vom Flughafen ging es dann mit einem Shuttlebus direkt zum Bishop Lei International House, meinem Hotel für die ersten Tage. Dieser Service war super organisiert und hat mir nach der langen Reise einiges an Stress erspart.


Erste Eindrücke: Hochhäuser, Regen und Ernüchterung

Mein erster Eindruck von Hong Kong? Ehrlich gesagt: eher durchwachsen.

Es hat geschüttet wie aus Kübeln, der Himmel war grau und die Stadt wirkte im ersten Moment vor allem… überwältigend. Riesige Hochhauskomplexe, teilweise sichtbar in die Jahre gekommen, dicht an dicht gedrängt.

Nach meiner Ankunft im Hotel war ich einfach nur platt. Statt noch groß loszuziehen, habe ich auf meine mitgebrachte Verpflegung zurückgegriffen – ursprünglich für den Flughafen gedacht – und bin früh schlafen gegangen.

Manchmal ist das auch genau die richtige Entscheidung.


Start in den Tag: Unterwegs durch Hong Kong

Am nächsten Morgen habe ich mich erstmal ohne konkretes Ziel treiben lassen – und bin dabei direkt bei einem der wohl bekanntesten „Fortbewegungsmittel“ der Stadt gelandet: den Central–Mid-Levels Escalators.

Dieses riesige Rolltreppensystem zieht sich durch die Stadt und verbindet verschiedene Höhenlagen miteinander. Gerade rund um Soho und die Mid-Levels ist das unglaublich praktisch – und gleichzeitig irgendwie surreal.

Ich fand es total spannend, wie man sich einfach Stück für Stück nach oben transportieren lässt – vorbei an Cafés, kleinen Läden und Wohnhäusern. Gleichzeitig bekommt man direkt ein erstes Gefühl für die Struktur der Stadt.


Vegan in Hong Kong: Teuer, schwierig – aber möglich

Nach diesem kleinen „Warm-up“ ging es dann zum Frühstück ins Nood Food.

Ich hatte eine Smoothie Bowl und einen grünen Smoothie – beides lecker, keine Frage.
Der Preis hat mich allerdings kurz schlucken lassen:

👉 Über 16 Euro für eine sehr kleine Portion.

Das war mein erster richtiger Realitätscheck in Hong Kong. Gerade veganes Essen ist hier deutlich teurer als in Vietnam.

Erstes Frühstück

Victoria Peak & Skyline: Der erste echte Wow-Moment

Vom Frühstück aus bin ich dann zu Fuß weiter zur Peak Tram Station gelaufen – das ging überraschend schnell und unkompliziert.

Von dort aus ging es mit der Bahn hinauf auf den Victoria Peak.

Oben angekommen war ich auf der Sky Terrace 428 – und hier kam er endlich:

👉 der erste richtige Wow-Moment dieser Reise.

Die Aussicht über die Skyline, das Meer und die dicht gedrängten Hochhäuser ist einfach beeindruckend – selbst bei wechselhaftem Wetter.

Ich hatte Glück: Es blieb trocken und die Sonne kam immer mal wieder durch.

Ich bin anschließend noch ein Stück gewandert, erst den „Morning Walk“ entlang, dann in Richtung Governor’s Walk über einen fast unscheinbaren Pfad mit vielen Treppen, wundervollen Eindrücken der Natur – inklusive der Begegnung mit einem Wildschwein – und immer wieder schönen Ausblicken.

Weg zum Peak

Kleine Highlights zwischendurch

Nach so viel Bewegung war eine Pause mehr als verdient – und die kam in Form von Eis 🍦

Bei Gelato Messina Hong Kong habe ich mir gleich drei vegane Sorten gegönnt:

  • Schokolade
  • Kokosnuss &Pandan (mein Favorit!)
  • Mango Salsa & Salty Coconut

Danach ging es wieder zurück Richtung Stadt – diesmal mit etwas Wartezeit an der Peak Tram (ca. 20–30 Minuten).

Abends habe ich bei Treehouse gegessen – eine richtig gute Wahl und deutlich zufriedenstellender als das Frühstück.


Bezahlen & Fortbewegung: Kleine Hürden im Alltag

Ein Punkt, der mich überrascht hat:

👉 Bezahlen ist nicht überall so einfach, wie man denkt.

Ich wollte mir über die Octopus Tourist App eine Octopus Card einrichten – offiziell auch mit Visa via Apple Pay möglich.
➡️ Hat bei mir allerdings nicht funktioniert.

Zusätzlich:

  • Kreditkartenzahlung ist nicht überall möglich
  • Beispiel: im 7-Eleven ging es nicht
  • In Restaurants und auch bei der Peak Tram hingegen schon problemlos

👉 Mein Tipp: Immer etwas Bargeld dabeihaben!


Fazit nach Tag 1 & 2: Noch vorsichtig, aber neugierig

Hongkong und ich – wir mussten uns erst einmal kennenlernen.

Der erste Eindruck war eher ernüchternd:

  • graues Wetter
  • hohe Preise
  • wenig direkte Begeisterung

Aber der zweite Tag hat gezeigt, dass diese Stadt definitiv mehr kann.

Die Aussicht vom Victoria Peak, die Bewegung durch die Stadt, kleine Momente zwischendurch – all das hat meine Neugier geweckt.

👉 Ich bin gespannt, wie sich Hong Kong in den nächsten Tagen noch entwickelt.


Weiter geht es mit meinem Museumstag in Hong Kong.

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