Vietnam war für mich keine „leichte“ Reise.
Aber genau das hat sie so besonders gemacht.
Zwischen spontanen Planänderungen, kulturellen Unterschieden, unglaublicher Natur und vielen kleinen Begegnungen ist eine Reise entstanden, die mich gefordert – und gleichzeitig unglaublich bereichert hat.
Wenn ich Vietnam in einem Satz beschreiben müsste:
Es ist intensiv. In jeder Hinsicht.
📑 Inhaltsverzeichnis
🌏 Was Vietnam für mich besonders gemacht hat
Vietnam ist kein Land, das dich einfach nur „durchträgt“.
Es fordert dich heraus.
- organisatorisch (Transport, Timing, Kommunikation)
- emotional (Armut, Massentourismus, Tierhaltung)
- körperlich (Klima, Lautstärke, Verkehr)
Und gleichzeitig schenkt es dir:
- atemberaubende Landschaften
- ehrliche Begegnungen
- diese kleinen, magischen Momente, die bleiben
Für mich waren genau diese Kontraste das, was Vietnam so besonders gemacht hat.
🧭 Meine persönlichen Highlights
Jeder Ort hatte seinen eigenen Charakter – und genau das hat die Reise so spannend gemacht.
- Ha Long Bay
→ Dieser Moment im Regen, als die Karstfelsen fast mystisch im Nebel verschwunden sind - Sa Pa
→ Trekking durch Reisfelder, Begegnungen mit Einheimischen und dieses Gefühl von Weite - Hoi An
→ Laternen, Atmosphäre, meine maßgeschneiderten Ao Dai und einfach dieses besondere Flair - Ho Chi Minh City
→ Chaos, Geschichte und diese ganz eigene Energie - Phu Quoc
→ Sonne, Meer und endlich mal bewusst runterkommen
🥢 Vegan reisen in Vietnam – mein ehrliches Fazit
Ein Thema, das mir besonders wichtig ist.
👉 Die gute Nachricht:
Vegan reisen in Vietnam ist absolut möglich.
👉 Aber:
Es kommt stark darauf an, wie du reist.
Meine Erfahrungen:
- In Städten wie Hoi An oder Ho Chi Minh City → super Auswahl
- Auf Touren oder in Hotels → oft schwierig
- Sprachbarriere → manchmal echte Herausforderung
Meine Tipps:
- Lieber keine Vollverpflegung buchen
- Apps & Übersetzer nutzen
- Grundbegriffe lernen („không thịt“, „thuần chay“)
- Vorab Restaurants recherchieren
👉 Mein Fazit:
Machbar – aber mit Eigeninitiative deutlich entspannter.
⚠️ Do’s & Don’ts für deine Vietnamreise
✅ Do’s
✔ Flexibel bleiben
Pläne ändern sich. Oft. Und manchmal ist genau das das Beste, was dir passieren kann.
✔ Zeitpuffer einplanen
Busse kommen zu spät, Flüge ändern sich – das ist normal.
✔ Offen sein für Begegnungen
Viele meiner schönsten Momente waren ungeplant.
✔ Weniger ist mehr
Lieber weniger Orte, dafür intensiver erleben.
❌ Don’ts
✘ Zu durchgetaktet planen
Vietnam funktioniert nicht nach deutschem Zeitgefühl.
✘ Sich auf Hotelverpflegung verlassen (vegan!)
Das endet oft in sehr einseitigem Essen.
✘ Alles glauben, was als „wenig touristisch“ verkauft wird
Ist es meistens nicht.
✘ Erwartungen nicht hinterfragen
Vietnam ist nicht „Instagram-Vietnam“. Und das ist auch gut so.
🧳 Transport & Organisation – meine Learnings
Fortbewegung in Vietnam ist… ein Abenteuer 😄
- Sleeper Busse → praktisch, aber gewöhnungsbedürftig
- Inlandsflüge → oft spontan besser buchbar
- Transfers → funktionieren meist, aber selten pünktlich
👉 Mein wichtigster Tipp:
Plane locker – und hab immer einen Plan B im Kopf.
👩🎒 Alleinreisen als Frau in Vietnam – meine Erfahrungen
Vietnam alleine zu bereisen – vor allem als Frau – war für mich eine spannende, teilweise herausfordernde, aber insgesamt sehr bereichernde Erfahrung.
👉 Kurz gesagt:
Ich habe mich die meiste Zeit sicher gefühlt – aber nicht immer unbedingt wohl.
Und genau dieser Unterschied ist wichtig.
🟢 Was gut funktioniert hat
- Fortbewegung
Ob Grab-Bike, Taxi oder organisierte Touren – ich bin überall gut von A nach B gekommen. - Hilfsbereitschaft
Auch wenn die Sprachbarriere oft da war: Viele Menschen waren bemüht zu helfen. - Alleine unterwegs sein ist normal
Ich war bei weitem nicht die einzige Solo-Reisende – gerade in Orten wie Hoi An oder Ho Chi Minh City.
🟡 Was herausfordernd sein kann
- Kommunikation
Englisch ist nicht überall verbreitet – ohne Übersetzungs-App wird es schnell schwierig. - Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum
Gerade als alleinreisende Frau fällt man auf. Das ist selten bedrohlich, aber manchmal anstrengend. - Durchsetzungsvermögen gefragt
Ob bei Straßenverkäuferinnen oder Tourangeboten – ein freundliches „Nein“ reicht nicht immer.
🔴 Was mich gestört hat
- Aufdringlichkeit (stellenweise)
Besonders in touristischen Gegenden kann es sehr fordernd werden. - Grenzüberschreitungen im Kleinen
Nicht dramatisch – aber z. B. ungefragtes Anfassen (wie beim „Wecken“ im Sleeper Bus) war für mich ein No-Go.
💡 Meine Tipps für alleinreisende Frauen
- Vertraue deinem Bauchgefühl
Wenn sich etwas nicht gut anfühlt – geh. - Sei klar und bestimmt
Ein deutliches „Nein“ wirkt besser als ein zögerliches. - Nutze Apps
Grab, Übersetzer & Maps sind Gold wert. - Plane grob – bleib flexibel
Gerade in Vietnam funktioniert nicht immer alles nach Plan.
💛 Was von dieser Reise bleibt
Es sind nicht die perfekten Momente, die bleiben.
Es sind:
- der Regen in der Ha Long Bay
- das Lachen beim Karaoke
- Gespräche mit Fremden, die sich kurz wie Freunde anfühlen
- das Gefühl, sich selbst wieder ein Stück besser kennenzulernen
Vietnam hat mir einmal mehr gezeigt:
Reisen ist nicht nur Entdecken – sondern auch Entwicklung.
✈️ Würde ich wieder nach Vietnam reisen?
Aktuell eher nicht – und das ist nichts Negatives.
Ich habe auf dieser Reise genau das gesehen und erlebt, was ich mir vorgenommen hatte.
Von den Reisfeldern in Sa Pa über die Laternen von Hoi An bis hin zum Strandleben auf Phu Quoc – für mich fühlt sich Vietnam „rund“ an.
Und genau deshalb zieht es mich aktuell eher weiter an neue Orte.
Was ich aber jederzeit wieder mitnehmen würde:
👉 die Offenheit
👉 die Spontanität
👉 und die Bereitschaft, mich auf das Ungeplante einzulassen
Denn genau das hat diese Reise so besonders gemacht.
Hier findet ihr die einzelnen Blog-Beiträge mit mehr Details zu den jeweiligen Stationen:
- Vietnam Reisetagebuch Teil 1: Ankommen in Hanoi – erste Eindrücke zwischen Chaos und Charme
- Vietnam Reisetagebuch Teil 2: Drei Tage in der Halong Bay – was bleibt nach der Kreuzfahrt?
- Vietnam Reisetagebuch Teil 3: Sa Pa – Sleeper Bus, Trekking und erste Eindrücke im Norden Vietnams
- Vietnam‑Reisetagebuch Teil 4: Hoi An – Laternenlicht und vietnamesische Spezialitäten
- Vietnam-Reisetagebuch Teil 5: Huế – Ein Tagesausflug in die Kaiserstadt
- Vietnam-Reisetagebuch Teil 6: Ho Chi Minh City – zwischen Reizüberflutung und leisen Momenten
- Vietnam Reisetagebuch Teil 7: Ein Tag im Mekongdelta – Natursehnsucht und touristische Realität
- Vietnam Reisetagebuch Teil 8: Nha Trang – Tempel, Schlammbad und ein Wiedersehen
- Vietnam Reisetagebuch Teil 9: Da Lat – kühle Höhenluft, schräge Architektur und Reisechaos
- Vietnam Reisetagebuch Teil 10: Phu Quoc – Zwischen Strandglück, Chaos und einem holprigen Abschied

